Dienstag, 9. März 2010

Einkaufstipp: Glutenfreies bei Aldi Nord

Ab kommenden Montag (15.03.) gibt es bei Aldi Nord wieder vorübergehend gf Pasta und Müsliriegel. Aldi Nord liegt zwar außerhalb meiner Reichweite, aber im letzten Jahr war es so, dass es das gleiche Angebot dann einige Wochen später auch bei Aldi Süd gab, worauf ich dann dieses Jahr auch einfach mal hoffe. Außerdem habe ich grad in einem Forum gelesen, dass es ab dem 18. März auch bei Lidl gf Teigwaren geben soll, habe dazu aber auf der Lidl-HP noch keine Infos gefunden.    

Glutenfreies Brot

Was mir seit meiner Zöliakie-Diagnose am meisten fehlt, sind eindeutig frische Brötchen. Auf dem Weg zur Arbeit ein paar Brötchen zu holen, oder am Wochenende zum Frühstück, oder auf dem Heimweg nach Feierabend, das war eine absolute Selbstverständlichkeit, die von einen Tag auf den anderen weggefallen ist. Noch heute versetzt es mir immer einen Stich, wenn ich an einer Bäckertheke vorbei gehe und mir klar wird, dass ich nichts von dem, was in der Auslage angeboten wird, essen darf.
Ich habe lange nach leckeren glutenfreien Brötchen gesucht und leider absolut nichts gefunden. Es gibt im Internet diverse Bäckereien, bei denen man gf Brot und Brötchen bestellen kann, aber nichts von alledem, was ich ausprobiert habe, hat mich wirklich überzeugt. Mittlerweile gibt es zumindest eine recht gute Alternative, das sind die dunklen Ciabatta-Aufbackbrötchen von Schär, die man im Reformhaus oder auch bei dm bekommt. Die sind zwar sehr klein, aber das liegt wohl in der Natur der Sache, und der Geschmack kommt einem normalen Aufbackbrötchen sehr, sehr nahe. Was anderes kann ich nicht empfehlen, außer vielleicht selbst zu backen, aber das habe ich noch nicht ausprobiert, zumindest was Brötchen angeht. Beim Brot ist das eine andere Sache, denn bereits kurz nach meiner Diagnose habe ich mir von meinen Eltern zum Geburtstag eine Brotbackmaschine schenken lassen, was bei Zöliakie eine sehr sinnvolle Anschaffung ist. 
Glutenfreies Brot aus dem Reformhaus bzw. Supermarkt ist sehr teuer und schmeckt häufig nicht. Mit einer Brotbackmaschine kann selbst ein blutiger Anfänger wie ich umgehen, denn alles, was man tun muss, ist die richtigen Zutaten zu kaufen und in eine Schüssel zu geben, die dann drei Stunden lang in der Brotbackmaschine rotiert und in der am Ende das fertige Brot entseht. Natürlich gilt es trotzdem einige Sachen zu beachten; am wichtigsten ist es, die Maschine ausschließlich für gf Brot zu nutzen, denn wenn man einmal ein glutenhaltiges Mehl verwandt hat, ist die Gefahr einer Verunreinigung beim nächsten glutenfreien Backvorgang sehr groß. Es empfiehlt sich zudem der Gebrauch einer digitalen Küchenwaage, denn ich habe festgestellt, dass man die Rezeptvorgaben so genau wie möglich einhalten sollte, um ein vernünftiges Brot zu bekommen. 
Zuguterletzt ist natürlich das Mehl entscheidend. Ich habe einige Mehle bzw. Backmischungen ausprobiert und habe mittlerweile meinen Liebling gefunden, die "Dunkle Brotmischung" von Schneekoppe, die es z. B. bei real gibt. Ist kinderleicht (man braucht nur Wasser, Öl, Trockenhefe und das Mehl) und schmeckt von allem, was ich bisher probiert habe, mit Abstand am besten. Außerdem ist mir das Schneekoppe-Brot (im Gegensatz zu anderen) bisher immer gelungen, so wie zum Beispiel gestern Abend: 



Ich muss allerdings zugeben, dass ich mittlerweile nicht mehr so viel backe wie am Anfang, ich bin in der Beziehung ein bisschen faul geworden. Alternativ hole ich mir die oben genannten Ciabattabrötchen von Schär, das gf Knäckebrot von Wasa oder das sogenannte Knusperbrot von Alnatura bzw. auch von Schär ("Fette croccanti").

Samstag, 6. März 2010

Die blindesten Schiedsrichter der Welt...

...heißen wahrscheinlich Pascal Fritz (Frankreich) und Edi Sunjic (Kroatien) und trieben vor einigen Wochen bei der Futsal-EM in Ungarn ihr Unwesen. Als der Spanier Javi Rodríguez im Viertelfinale gegen Russland im Siebenmeterschießen den entscheidenen Penalty zum 5-3 ins Tor hämmerte (s. Video), muss das Schiri-Duo wohl kurz eingeschlafen sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Treffer nicht gegeben wurde und das Siebenmeterschießen weiter ging.
Auch die Russen hatten gesehen, dass der Ball ganz klar drin war, und wurden von den Spaniern aufgefordert, im Sinne des Fairplays den nächsten Siebenmeter freiwillig zu verschießen. Dazu hatten die Russen aber keine Lust und machten ganz normal weiter - was ihnen aber nichts nutzte, denn am Ende gewann Spanien das Spiel mit 7-6 (nicht im Video zu sehen).


Mittwoch, 3. März 2010

laporta2010.cat

Joan Laporta, der Präsident des FC Barcelona, bereitet gerade auf sehr medienwirksame Weise seinen nahtlosen Wechsel in die Politik vor. Das Clubmandat Laportas läuft in diesem Sommer nach sieben Jahren ab, und aufgrund der Vereinsstatuten kann sich der gelernte Jurist nicht mehr zur Wahl stellen. Am vergangenen Montag hat Laporta daher unter lautem Tamtam seine persönliche Webseite ins Netz gestellt, die unter der Adresse laporta2010.cat zu erreichen ist. Nach eigenen Angaben waren am ersten Tag 268.000 Besucher aus 139 Ländern auf der Seite, der Launch war also ein Riesenerfolg (und natürlich ist Laporta auch auf Facebook (momentan 3.800 Fans) und auf Twitter vertreten).
Wirklich viel erfahren kann man auf der allein katalanischsprachigen Homepage aber nicht. Laporta ist ein überzeugter Verfechter der katalanischen Unabhängigkeit und kämpft für einen souveränen Staat Katalonien - doch daraus hat er auch früher nie ein Geheimnis gemacht. Dementsprechend ist es keine Überraschung, wenn er voller Pathos verkündet, dass er "weiterhin die besten Jahre meines Lebens dem Land [gemeint ist Katalonien] widmen werde, dass ich am meisten liebe" und dass er es für an der Zeit halte "mutige Entscheidungen" zu treffen und gemeinsam mit festem Schritt den Weg in "unsere Freiheit" einzuschlagen. 
Ansonsten gibt es ein paar Videos und kurze Artikel, bei denen Laporta wie selbstverständlich die Themefelder Sport und Politik miteinander vermischt; so berichtet er z. B. über eine Reise mit einem Komitee der Stiftung des FC Barcelona zu einem Hilfsprojekt in Ruanda genauso wie über seine kürzlich gehaltene Pro-"Independència"-Rede anlässlich eines privat organisierten und nur mäßig erfolgreichen Referendums über die Unabhängigkeit Kataloniens.
Wo das alles hinführen soll, ist freilich offen. Im Sommer tritt Laporta ab, und im Herbst stehen die Wahlen zum katalanischen Parlament an, so viel steht fest. Ob und mit welcher Partei Laporta dort antreten wird, oder ob er vielleicht sogar selbst eine Partei gründen will, weiß bisher niemand zu sagen. Auf jeden Fall hat Laporta durch seine überaus erfolgreiche Amtszeit beim FC Barcelona (u. a. zwei gewonnene Champions Leagues, eine davon im historischen vergangenen Jahr, in dem der Verein insgesamt sechs Titel holte) sehr viel Popularität erlangt, die er nun hemmungslos für seine politische Karriere nutzen will. Und wer weiß, vielleicht wird er auf diese Weise dann irgendwann der erste Barça-Präsident, der es zum katalanischen Regierungschef, dem President de la Generalitat de Catalunya, geschafft hat.

Glutenfreies Einkaufen in Köln

Das Angebot an glutenfreien Lebensmitteln ist in den letzten Wochen und Monaten spürbar größer geworden. Nicht mehr nur Reformhäuser und Bioläden, sondern auch viele normale Supermärkte haben mittlerweile glutenfreie Sachen im Sortiment. Im folgenden nun eine kleine Zusammenfassung meiner persönlichen Einkaufstipps für meine schöne Heimatstadt: 

Das beste Reformhaus in der Umgebung befindet sich m. E. im Einkaufszentrum in Hürth (Hürth Park). Das glutenfreie (gf) Angebot ist wirklich reichhaltig, es gibt viele Marken, die ich andernorts noch nie gesehen habe. Einzig mein Lieblingsbier (Neumarkter Lammsbräu, dazu später mehr) wird nicht angeboten, dafür diverse Reisbiersorten. Ansonsten Müsli, Pasta, Mehle, Pizzaböden etc., und auch spezielle Nahrungsergänzung für Zöliakiekranke. Den Namen des Reformhauses weiß ich jetzt nicht, aber es ist das einzige im Hürth Park, einfach hinfahren und suchen. 
Direkt hinter Hürth rangiert in meiner Rangliste mein lokales Veedels-Reformhaus in Sülz, wo es auch alles gibt, was das Herz begehrt, natürlich viel von Schär, zudem gf Knäckebrot von Wasa, aber auch diverse Produkte 3Pauly etc. pp.  

Ein ganz gutes Angebot gibt es mittlerweile auch bei real in Klettenberg, dort bekommt man Schneekoppe-Müsli und Schneekoppe-Schokokekse sowie gf Müsliriegel, Pasta von Glutano, und tiefgekühlt gibt es Pizza von Schär (und evtl. auch noch Tiefkühlnudeln von Schär, zumindest gab es die mal)

Bei Edeka (in Sülz) bekommt man mittlerweile auch die Schneekoppe-Schokokekse, und zudem neuerdings auch tiefgekühlte Lasagne und tiefgekühlte Penne von Schär. Außerdem gibt es dort den sehr süßen, aber sehr leckeren schwedischen Tiefkühlkuchen von Almondy. 

Apropos Schweden, bei Ikea habe ich mal ebenfalls sehr süße gf Kokos-Schaumküsse gekauft, echte Kalorienbomben, aber ich fand sie lecker...

Sehr viel Glutenfreies gibt es seit neuestem auch bei dm, jede Menge Brotsorten von Schär sowie einige Produkte von Alnatura, die man natürlich auch in den Alnaturamärkten selbst bekommt. 

Bei Alnatura wird auch das oben erwähne Neumarkter Lammsbräu glutenfrei verkauft, in meine Augen das leckerste gf Bier, weil es als einziges mit Gerstenmalz gebraut und das Gluten anschließend durch irgendwelche Wundermethoden herausgefiltert wird. Wer auf den Cent guckt, kauft das Bier übrigens bei Basic, da kostet die Flasche 20 Cent weniger als bei Alnatura. Ansonsten kann ich über die Basic-Märkte nicht allzu viel sagen, da sind nicht in meiner Reichweite liegen und ich dort nur selten hinfahre. Gleiches gilt abschließend für den Globus in Marsdorf - dort gibt es vor allem ein recht großes Tiefkühlangebot, aber Marsdorf ist ziemlich weit draußen, so dass ich schon lange nicht mehr dort hingefahren bin...  

Dienstag, 2. März 2010

Was Marcell Jansen und Uwe Hübner (mit mir) gemeinsam haben

Obwohl ich in Köln wohne, habe ich seit gut anderthalb Jahren kein Kölsch mehr getrunken und werde es aller Voraussicht nach auch nie wieder tun. Das hat nichts damit zu tun, dass ich Antialkoholiker wäre (das ist nicht der Fall), sondern liegt an einer Lebensmittelintoleranz namens Zöliakie, die im Herbst 2008 bei mir diagnostiziert wurde. Wie den meisten Menschen war mir diese Intoleranz zum damaligen Zeitpunkt vollkommen unbekannt, ich hatte noch nie zuvor irgendwas davon gehört. Selbst mein Gastroenterologe schien die Konsequenzen dieser Diagnose nicht hundertprozentig zu kennen, denn im ersten Gespräch nach der Magenspiegelung sagte er allen Ernstes zu mir, ich könne ab sofort nur noch Dinkelbrot essen, was nicht nur nicht stimmt, sondern als Aussage eines Spezialisten fast schon fahrlässig ist. 
Zöliakie bedeutet, dass ich (genau wie HSV-Kicker Marcell Jansen, Ex-Hitparadenmoderator Uwe Hübner und NRW-SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft) kein Gluten zu mir nehmen darf, ein Eiweiß, das vor allem in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und noch einigen anderen Getreidesorten vorkommt. Da es keine Medikamente gibt, die eine Zöliakie abschwächen oder beheben oder blockieren könnten, lautet das Zauberwort "glutenfrei". Nur was glutenfrei ist, darf ich auch essen oder trinken. Kölsch scheidet also aus, denn das gibt es nicht in glutenfreier Machart, ebenso wie 99,9% aller Backwaren, die hierzulande frisch angeboten werden, und auch Pizza, Pasta sowie einige Sachen mehr. Klingt schlimm auf den ersten Blick, und ehrlich gesagt ist es anfangs auch nicht wirklich toll. Erst auf den zweiten Blick ist alles halb so wild. Es gibt mittlerweile ein gutes Angebot an glutenfreien Sachen, von Bier über Brot bis Pizza. Kriegt man halt nicht überall, ist meist auch recht teuer und alles nur für den Hausgebrauch. Beim Ausgehen wird es noch mal schwieriger, vor allem beim Essen gehen muss man höllisch aufpassen und immer wieder nachfragen. 
Warum erzähle ich das alles? Nun ja, wenn man so will, möchte ich die Erkrankung Zöliakie in diesem bescheidenen Rahmen ein bisschen bekannter machen. Zu diesem Zweck habe ich auch eine kleine Frage-Antwort-Sammlung zum Thema geschrieben, die über den Link in der Kopfzeile zu erreichen ist. Und zuguterletzt möchte ich auch versuchen, an dieser Stelle immer wieder Tipps zum glutenfreien Leben im allgemeinen (Supermarkt, Reformhaus etc.) und im besonderen (Köln und Umgebung) geben. 
Neben spanischem Fußball soll also das Leben "sin gluten" ein Schwerpunkt dieses gemischten Blogs sein. Zugegeben, die beiden Sachen haben nicht wirklich viel miteinander zu tun, außer dass ich zu beiden etwas zu sagen habe, aber das reicht mir fürs erste und soll auch die Prämisse für weitere Themenerweiterungen sein... Ich hoffe, damit nicht zu sehr zu verwirren und ein wenig Interesse geweckt zu haben...

Sonntag, 28. Februar 2010

Neue Adresse

Als Vorbereitung auf die sehr gemischten Themen, über ich die mich hier in Zukunft auslassen möchte, habe ich den Blog soeben umbenannt in blogmixto.de (siehe oben). Bisher ist von diesem inhaltlichen Mischmasch noch nichts zu sehen, aber das kommt schon noch. Mit dieser Namensänderung bekommen diese Seiten auch eine neue, zusätzliche Adresse, nämlich blogmixto.de, wobei die alten Zugangsmöglichkeiten (primera-division-blog.de und 1a-divsion.blogspot.com) ebenfalls erhalten bleiben.